Der deutsche Maler Christian Schad ist vor allem für seine rätselhaften Porträts der modernen Männer und Frauen der Weimarer Republik bekannt. In seinen Darstellungen von Bohemiens, Intellektuellen und Aristokraten fing er die Dekadenz und erotischen Freiheiten der unbeständigen 1920er-Jahre ein.
Schad nutzte eine realistische Maltechnik, die er an der traditionellen Kunstakademie in Neapel erlernt hatte, um das zu schaffen, was der Kritiker Wieland Schmied als die „kältesten, schärfsten, präzisesten“ Gemälde der aufkommenden Bewegung der „Neuen Sachlichkeit“ bezeichnete, der er angehörte. Als früher Weggefährte der anti-künstlerischen Dada-Bewegung, deren Mitglieder er während seines Aufenthalts in Zürich im Ersten Weltkrieg kennenlernte, experimentierte Schad zudem mit abstrakten Fotogrammen, die er „Schadographien“ nannte.
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